Warm-Up und Mobilisation

Das Ziel des Aufwärmens ist es die Körpertemperatur zu erhöhen und das Herz-Kreislaufsystem in Schwung zu bringen. Das bedeutet bessere Durchblutung der Muskeln und Gelenke. Da ein grosser Teil heute sitzend berufstätig ist, müssen vor allem die Schultern und Hüfte bewegt und mobilisiert werden.

 

  • Der erhöhte Puls verbessert die Sauerstoffversorgung der Zellen.

 

  • In den Gelenken wird durch Bewegung mehr Gelenkflüssigkeit produziert um die Gelenkknorpel besser zu versorgen.

 

  • Dadurch werden die Gelenkegeschmeidiger und werden gegen Abnützung geschützt. Der Energie aufwand der Muskeln wird kleiner und die Reaktionsgeschwindigkeit wird erhöht.

 

Die Mobilisation beschreibt die Beweglichkeit um alle funktionellen Übungen korrekt ausführen zu können. Wichtig ist es, dass der gesamte Bewegungsumfang eines oder mehrer Gelenke gut ausgeschöpft werden kann. Mangelnde Beweglichkeit ist der Hauptgrund für schlechte Bewegungstechnik und kann zu fehlerhafte und einseitige Belastung der Gelenke führen. Der Unterschied zwischen Stretching und Mobilisation ist, dass das klassische Stretching üblicherweise direkt auf die Muskulatur wirken soll. Der Muskel soll "verlängert" werden, jedoch ist dies nur in Ausnahmesituationen der Fall! Unter Normalbedingungen ziehen sich die Muskeln in Ihre ursprüngliche Länge zurück. Bei der Mobilisation versucht man gezielt das Bindegewebe und die Muskelfazien (Muskelumgebendes Bindegewebshülle) zu bearbeiten um Die Gelenkkapsel zu lockern. Stretchen und Mobilisation sind also nicht das Selbe. Ohne Mobilisation wird der Bewegungsumfang der Gelenke nicht vollumfänglich ausgeschöpft. Kann also zu falscher Ausführung führen. Anders als Beim normalen Stretchen, wo sich die Konzentration auf den Muskel legt. Hierbei lässt sich ebenfalls anmerken, dass ein zu kurzer Muskel zu Krämpfen und Verletzungen führen kann. Zudem werden die Muskeln durch Stretchen weder verlängert noch ausgelodert. Im Gegenteil! Der Muskel kehrt in seine Ursprungsposition zurück. Nur bei exzessivem Dehnen kann der Muskel verlängert werden. Ausserdem werden bei der Dehnung nicht nur der Muskel gedehnt welcher Trainiert wurde, sondern auch die Muskeln darum herum. Und wenn ein Muskel den Reis des Dehnens besser gewöhnt ist, kann er sich bei schnellen und unerwarteten Belastungen besser entgegensetzen als ein ungedienter Muskel. So vermeiden wir Zerrungen, Faserrisse oder gar Sehnenriss.

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